Mein fokus O.

Öffnungszeiten:

Mo. - Fr.: 10 - 13 Uhr
Do.: 16 - 18 Uhr

Strackgasse 16
61440 Oberursel

Tel.: 06171/63 18 81
Fax: 06171/63 18 82
info@fokus-o.de

Termine 2018

Gesundheitstelefon

Gute Argumente für Schwerionen

IMG 5611
Ein Großdetektor für Ionen


Eine außergewöhnliche Gelegenheit, die Sinne zu weiten und sich mit modernster Forschung auseinanderzusetzen, bot fokus O. seinen Mitgliedern am 17. November. Die Exkursion nach Darmstadt führte zur GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung, und zur daran angeschlossenen FAIR GmbH, die derzeit eine international finanzierte riesige Ringbeschleunigungsanlage für Ionen und Antiprotonen baut, in der einmal fast Lichtgeschwindigkeit erreicht wird.

Der Gruppe kam die Ehre zu, die 1,1 Kilometer lange Riesenring-Baustelle, 17 Meter tief und bis zu 40 Meter breit, als erste von oben zu sehen – eine neue Aussichtsplattform war tags zuvor freigegeben worden. Zwei Millionen Kubikmeter Erde, soviel wie beim Bau einer Kleinstadt, werden bewegt. Da lohnt sich die eigens errichtete Betonproduktionsstätte allemal.



IMG 5584

Fokus O. Mitglied Werner Ronimi auf der neuen Aussichtsplattform mit Blick auf die FAIR Großbaustelle.


Doch wozu die geschätzten Kosten von 1,4 Milliarden Euro, die zu drei Vierteln Deutschland und das Land Hessen tragen? Wozu überhaupt die GSI? Genau dies machten Prof. Dr. mult. Horst Stöcker aus Oberursel, der das GSI bis Oktober leitete, und Dr. Ingo Peter, dort zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, sehr deutlich.

Die beiden spielten sich die Ionen wie Bälle zu und erzählten anschaulich mit vielen Beispielen vom Nutzen ihrer Arbeit, die der Grundlagenforschung, aber auch der Medizin, der Biotechnologie, dem Klimaschutz und weiteren Bereichen dient.



IMG 5590

Prof. Dr. mult. Horst Stöcker und Dr. Ingo Peter




Im Helmholtzzentrum wird nicht in die Sterne geschaut, sondern es werden Zustände von Materie geschaffen, die sonst nur im Universum bei Sternexplosionen vorkommen. Heraus kommen beispielsweise neue Ansätze, wie man Menschen im All vor Strahlung schützt und wie man neue, effiziente Strahlentherapien gegen Krebs voranbringt. Tatsächlich wurde eine neue Therapie mit Kohlenstoffionen entwickelt. Patienten kamen in die Forschungsanstalt zu einer überaus erfolgreichen Anwendung, bevor die Methode nun in medizinischen Zentren etabliert ist.

„Wir sammeln immenses Wissen an, was davon wann für Menschen nutzbringend angewendet werden kann, wissen wir zuvor allerdings nicht“, so Dr. Ingo Peter. Beeindruckend auch die Offenheit der Forschungsstätte, wo Wissenschaftler aus der ganzen Welt Experimente durchführen können, wo jeder Besucher überall fotografieren darf, ganz anders als in Industrieunternehmen. Einer aus der Gruppe brachte seine Erkenntnis des Tages auf den Punkt: „Jeder von den 50 Cent, die ich jährlich für diese Forschungsanstalt bezahle, ist gut angelegt.“

 


IMG 5616Dr. Ingo Peter erläutert einen Forschungsaufbau






Text

Margit Schlesinger-Stoll
Text + Presse Oberursel
Im Setzling 31
61440 Oberursel
T.  +49 (0)6171 58 33 15
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.schlesinger-stoll.de

fokus O. Newsletter abonnieren




Empfange HTML?

Joomla Extensions powered by Joobi

face